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Nachrichten rund um Tipps, Neuigkeiten und Mitmachen. Nicht nur vom Bonner Netzwerk.

afrika süd Nr. 4 / 2020

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Cover afrika süd 4/2020

Die neue Ausgabe wird mit einem Editorial eröffnet, das sehr erhellend ist. Unter der Überschrift "Nicht alles ist Corona" erfährt man, dass sich "dreiste ANC-Funktionäre" rund 113 Millionen Euro "für Aufträge im Zusammenhang mit Covid-19-Schutzkleidung zu Gunsten ihrer Familienangehörigen ergattert haben". Im Anschluss wird, um Vorurteilen vorzubeugen, darauf verwiesen, dass "Korruption im Zusammenhang mit Hilfspaketen, mit denen wirtschaftliche und soziale Folgen von Ausgangssperren abgefedert werden sollen, keine südafrikanische Besonderheit (sind). Man denke nur an die vielen Betrugsfälle, die in NRW zu Beginn der 9000-Euro-Soforthilfe festgestellt wurden. Dahinter stecken zumeist kriminelle Netzwerke. In Südafrika reicht dieses Verhalten aber weit in die Regierungspartei hinein." Zudem befasst sich das Heft mit den Wahlen in Malawi und den anstehenden in Tansania sowie mit der Covid-19-Situation in Südafrika, in Angola und im Swasiland. Darüber hinaus is das Dossier "Afrika-Asien" im Heft mit eingebunden, das auch gesondert zu bekommen ist. Weitere Informationen unter: afrika-sued.org/aktuelles-heft/.

Buchempfehlungen des Deutsch-Afrikanischen Zentrums Bonn

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Cover Roter Staub

Zwei Titel:

  • Schwarze Haut, weiße Masken. Neuauflage eines Schlüsselwerks zur psychischen Dimension des kolonisierten Menschens mit seinen Erfahrungen und seiner Entfremdung. Von Frantz Fanon, 1925-1961. Turia + Kant Verlag, 215 Seiten, 19 Euro. Sein Hauptwerk lautet “Die Verdammten dieser Erde” und zeigt das Fortleben des Kolonialismus auch nach seinem offiziellen Ende. Weitere Informationen unter: turia.at/titel/.
  • Roter Staub – Mosambik am Ende der Kolonialzeit. Hier wird die Geschichte einer Kindheit in der zu Ende gehenden Kolonialzeit beschrieben. “Die Autorin versteht es, die Perspektive des Kindes mit Reflexionen über die Realität des Kolonialismus zu verbinden. Es entsteht das Bild eines alltäglich gelebten Rassismus, einer menschenverachtenden Ausbeutung, die nie hinterfragt wird”, so der Klappentext. Von Isabela Figueiredo. Weidle Verlag 2018, 169 Seiten, 23 Euro. Weitere Informationen unter: isabela-figueiredo/roter-staub.

Lernkoffer zu Innovationen aus Afrika

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Innovationskoffer

Für die Primarstufe und Sekundarstufe I und II inklusive multimedialer Lernmaterialien aus vielen Bereichen wie Bildung, Technik, Nachhaltigkeit. Kostenloser Verleih durch Gemeinsam für Afrika e.V., der auch die Koffer und Materialien erstellt hat. Damit können LehrerInnen mit wenig Vorbereitungszeit Unterrichtseinheiten gestalten und komplexe Themen des Globalen Lernens spielerisch vermitteln. Zudem bietet der Verein auch Lernkoffer zum Thema Mode und zu Afrika an. Weitere Informationen unter: gemeinsam-fuer-afrika.

afrika süd Nr. 3 / 2020

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Cover afrika süd Nr. 3 / 2020

Der inhaltliche Schwerpunkt der neuen Ausgabe liegt auf der Diskussion über den Sinn von Lockdowns und eine “zweite Unabhängigkeit”. Zudem sind die “Luanda Leaks” mit der Enthüllung von illegalen Geldtransfers sehr aktuell. Weitere Informationen unter: aktuelles-heft/.

Afrozensus 2020

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Afrozensus 2020

In Deutschland leben über eine Million Menschen afrikanischer Herkunft. Sie prägen dieses Land mit. In der großen, vom Berliner Verein Each One Teach One initiierten #AFROZENSUS-Online-Befragung, die jetzt startet, sollen erstmals die Lebensrealitäten, Diskriminierungserfahrungen und Perspektiven Schwarzer, afrikanischer und afro-diasporischer Menschen erfasst werden. Das Projekt wird von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes gefördert. "Ziel ist es, dadurch ein möglichst umfassendes Bild darüber zu bekommen, welche Erfahrungen Menschen afrikanischer Herkunft in Deutschland machen, wie sie ihr Leben in Deutschland einschätzen und welche Erwartungen sie an Politik und Gesellschaft stellen. Die Ergebnisse der #AFROZENSUS-Online-Befragung werden den Communities und der Politik zur Verfügung gestellt", heißt es dazu im Aufruf. Weitere Informationen und Registrierung unter: https://afrozensus.de – in Deutsch, Englisch und Französisch. Siehe auch taz-Zeitungsartikel zum #AFROZENSUS, vom 22.4.2020. Und den Artikel der Deutschen Welle "Wie sieht das Leben für schwarze Menschen in Deutschland wirklich aus?"

Empfehlung: Afrikanische Literatur

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Cover We have a Gamechanger

Das Deutsch-Afrikanische Zentrum Bonn (DAZ) veröffentlicht freitags seine "Freitagspost". Seit Ende März weist es darin auf zum Teil aktuelle, vor allem aber für das Verständnis von Afrika wichtige Literatur hin. So zum Beispiel:

Aus der Dunkelheit ins strahlende Licht von der simbabwische Autorin Petina Gappah, 2019. Dazu schrieb die Informationsstelle Südliches Afrika Anfang 2020: "Die Geschichte, die der Roman über den sogenannten Entdecker und Missionar namens David Livingstone erzählt, der in Europa als fast mythische Legende angesehen wurde, ist ambitioniert und in seiner Perspektive – der Bwana Daudi genannte geradezu besessene Sucher nach den Quellen des Nils – ungewöhnlich. Denn Bwana Daudi ist zu Beginn des Romans bereits verstorben. Doch statt ihn vor Ort zu beerdigen, wird der Leichnam – auf Vorschlag seiner Köchin Halima – über mehr als 1.500 Meilen zum Indischen Ozean transportiert, um von da in seine Heimat überführt zu werden. Das gibt Petina Gappah gute Gelegenheit, die Vielzahl der Helfer Bwana Daudis zu präsentieren; sie schreibt gewissermaßen Geschichte von unten – aus dem Dunkeln –, weil ansonsten die 'Entdeckungsgeschichte' Afrikas durch Weiße oft genug aus der Perspektive von mit überlegenen Waffen ausgestatteten Weißen erzählt wird."

Herr der Krähen vom kenianischen Autor Ngugi wa Thiong'o, 2011. Für das DAZ ein Schlüsselwerk zum Verständnis der sozialen, politischen und wirtschaftlichen Verähltnisse Afrikas. "Eine Satire über den Prototyp des afrikanischen Despoten und eine Parabel auf die sozialen, politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse auf dem afrikanischen Kontinent und dessen Beziehungen zum Westen. Allein für dieses Werk hätte der Autor den Literatur-Nobelpreis verdient, aber er ist Afrikaner...".

Alle außer mir von der italienischen Autorin Francesca Mandri, 2018. Der Roman entblättert eine unglaubliche Familiengeschichte über drei Generationen hinweg und zeigt ein schonungsloses Porträt der italienischen Gesellschaft und der bisher verdrängten italienischen Kolonialgeschichte des 20. Jahrhunderts. Es geht um Äthiopien und Eritrea, verknüpft mit den gegenwärtigen politischen Konflikten und der Schlüsselfragen unserer Zeit: Was bedeutet es, zufällig im richtigen Land geboren zu sein, und wie entstehen Nähe und das Gefühl von Zugehörigkeit?

Morenga von Uwe Timm. In einer Neuauflage als Taschenbuch. Für das DAZ steht fest: Zum deutschen Kolonialismus gibt es keinen besseren Roman. Es geht um Johannes Gottschalk, ein junger deutscher Veterinär, der nach der Niederschlagung des Herero-Aufstandes 1904 nach Deutsch-Südwest-Afrika (Namibia) kommt und dort erfährt und erlebt, was deutsche Kolonialherrschaft für die Afrikanerinnen und Afrikaner bedeutet.

We have a Gamechanger – A Decade of Daily Maverick. Südafrika, 2019. Über die Entstehungs- und Wirkungsgeschichte der unabhängigen, investigativen Zeitung "Daily Maverick" (dailymaverick.co.za) ist dieses Buch erschienen. Die Zeitung zählt heute zu den einflussreichsten und intelligentesten Zeitungen des Landes – "allerdings nicht ohne eine unverhältnismäßig hohe Zahl von Morddrohungen, grauen Haaren und geleerten Bankkonten", so das DAZ. Weitere Informationen unter: 2019-10-02-we-have-a-game-changer.

afrika süd Nr. 2 / 2020

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Cover afrika süd

Das Schwerpunktthema der neuen Ausgabe ist “Covid-19 – der eingeschleppte Virus” mit Berichterstattungen aus dem südlichen Afrika. Zudem hat die Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika Informationen zum Lockdown vornehmlich in Südafrika zusammengestellt. Weitere Themen sind die Korruption in Südafrika, die sozioökonomische Krise in Simbabwe, die Rückkehr der namibischen Exilanten aus Botswana und ein Nachruf zu Jonny Clegg. Natürlich fehlt auch nicht ein Artikel zu 50 Jahren issa! Weitere Informationen unter: aktuelles-heft/.

Stimmen Afrikas in Muttersprache

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Cover Stimmen Afrikas

Dieses Dossier des Kölner Allerweltshaus berichtet über Literatur, Übersetzung und Mehrsprachigkeit und stellt die Einschätzungen von Fachleuten zu Sprachpolitik und Literatur in afrikanischen Sprachen vor – nach dem Motto: Jede Kultur braucht eine eigene literarische Stimme. Download unter: crossingborders-stimmenafrikas.

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