News Archiv

Nachrichten rund um Tipps, Neuigkeiten und Mitmachen. Nicht nur vom Bonner Netzwerk.

afrika süd Nr. 3 / 2020

Vom

Cover afrika süd Nr. 3 / 2020

Der inhaltliche Schwerpunkt der neuen Ausgabe liegt auf der Diskussion über den Sinn von Lockdowns und eine “zweite Unabhängigkeit”. Zudem sind die “Luanda Leaks” mit der Enthüllung von illegalen Geldtransfers sehr aktuell. Weitere Informationen unter: aktuelles-heft/.

Afrozensus 2020

Vom

Afrozensus 2020

In Deutschland leben über eine Million Menschen afrikanischer Herkunft. Sie prägen dieses Land mit. In der großen, vom Berliner Verein Each One Teach One initiierten #AFROZENSUS-Online-Befragung, die jetzt startet, sollen erstmals die Lebensrealitäten, Diskriminierungserfahrungen und Perspektiven Schwarzer, afrikanischer und afro-diasporischer Menschen erfasst werden. Das Projekt wird von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes gefördert. "Ziel ist es, dadurch ein möglichst umfassendes Bild darüber zu bekommen, welche Erfahrungen Menschen afrikanischer Herkunft in Deutschland machen, wie sie ihr Leben in Deutschland einschätzen und welche Erwartungen sie an Politik und Gesellschaft stellen. Die Ergebnisse der #AFROZENSUS-Online-Befragung werden den Communities und der Politik zur Verfügung gestellt", heißt es dazu im Aufruf. Weitere Informationen und Registrierung unter: https://afrozensus.de – in Deutsch, Englisch und Französisch. Siehe auch taz-Zeitungsartikel zum #AFROZENSUS, vom 22.4.2020. Und den Artikel der Deutschen Welle "Wie sieht das Leben für schwarze Menschen in Deutschland wirklich aus?"

Empfehlung: Afrikanische Literatur

Vom

Cover We have a Gamechanger

Das Deutsch-Afrikanische Zentrum Bonn (DAZ) veröffentlicht freitags seine "Freitagspost". Seit Ende März weist es darin auf zum Teil aktuelle, vor allem aber für das Verständnis von Afrika wichtige Literatur hin. So zum Beispiel:

Aus der Dunkelheit ins strahlende Licht von der simbabwische Autorin Petina Gappah, 2019. Dazu schrieb die Informationsstelle Südliches Afrika Anfang 2020: "Die Geschichte, die der Roman über den sogenannten Entdecker und Missionar namens David Livingstone erzählt, der in Europa als fast mythische Legende angesehen wurde, ist ambitioniert und in seiner Perspektive – der Bwana Daudi genannte geradezu besessene Sucher nach den Quellen des Nils – ungewöhnlich. Denn Bwana Daudi ist zu Beginn des Romans bereits verstorben. Doch statt ihn vor Ort zu beerdigen, wird der Leichnam – auf Vorschlag seiner Köchin Halima – über mehr als 1.500 Meilen zum Indischen Ozean transportiert, um von da in seine Heimat überführt zu werden. Das gibt Petina Gappah gute Gelegenheit, die Vielzahl der Helfer Bwana Daudis zu präsentieren; sie schreibt gewissermaßen Geschichte von unten – aus dem Dunkeln –, weil ansonsten die 'Entdeckungsgeschichte' Afrikas durch Weiße oft genug aus der Perspektive von mit überlegenen Waffen ausgestatteten Weißen erzählt wird."

Herr der Krähen vom kenianischen Autor Ngugi wa Thiong'o, 2011. Für das DAZ ein Schlüsselwerk zum Verständnis der sozialen, politischen und wirtschaftlichen Verähltnisse Afrikas. "Eine Satire über den Prototyp des afrikanischen Despoten und eine Parabel auf die sozialen, politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse auf dem afrikanischen Kontinent und dessen Beziehungen zum Westen. Allein für dieses Werk hätte der Autor den Literatur-Nobelpreis verdient, aber er ist Afrikaner...".

Alle außer mir von der italienischen Autorin Francesca Mandri, 2018. Der Roman entblättert eine unglaubliche Familiengeschichte über drei Generationen hinweg und zeigt ein schonungsloses Porträt der italienischen Gesellschaft und der bisher verdrängten italienischen Kolonialgeschichte des 20. Jahrhunderts. Es geht um Äthiopien und Eritrea, verknüpft mit den gegenwärtigen politischen Konflikten und der Schlüsselfragen unserer Zeit: Was bedeutet es, zufällig im richtigen Land geboren zu sein, und wie entstehen Nähe und das Gefühl von Zugehörigkeit?

Morenga von Uwe Timm. In einer Neuauflage als Taschenbuch. Für das DAZ steht fest: Zum deutschen Kolonialismus gibt es keinen besseren Roman. Es geht um Johannes Gottschalk, ein junger deutscher Veterinär, der nach der Niederschlagung des Herero-Aufstandes 1904 nach Deutsch-Südwest-Afrika (Namibia) kommt und dort erfährt und erlebt, was deutsche Kolonialherrschaft für die Afrikanerinnen und Afrikaner bedeutet.

We have a Gamechanger – A Decade of Daily Maverick. Südafrika, 2019. Über die Entstehungs- und Wirkungsgeschichte der unabhängigen, investigativen Zeitung "Daily Maverick" (dailymaverick.co.za) ist dieses Buch erschienen. Die Zeitung zählt heute zu den einflussreichsten und intelligentesten Zeitungen des Landes – "allerdings nicht ohne eine unverhältnismäßig hohe Zahl von Morddrohungen, grauen Haaren und geleerten Bankkonten", so das DAZ. Weitere Informationen unter: 2019-10-02-we-have-a-game-changer.

afrika süd Nr. 2 / 2020

Vom

Cover afrika süd

Das Schwerpunktthema der neuen Ausgabe ist “Covid-19 – der eingeschleppte Virus” mit Berichterstattungen aus dem südlichen Afrika. Zudem hat die Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika Informationen zum Lockdown vornehmlich in Südafrika zusammengestellt. Weitere Themen sind die Korruption in Südafrika, die sozioökonomische Krise in Simbabwe, die Rückkehr der namibischen Exilanten aus Botswana und ein Nachruf zu Jonny Clegg. Natürlich fehlt auch nicht ein Artikel zu 50 Jahren issa! Weitere Informationen unter: aktuelles-heft/.

Stimmen Afrikas in Muttersprache

Vom

Cover Stimmen Afrikas

Dieses Dossier des Kölner Allerweltshaus berichtet über Literatur, Übersetzung und Mehrsprachigkeit und stellt die Einschätzungen von Fachleuten zu Sprachpolitik und Literatur in afrikanischen Sprachen vor – nach dem Motto: Jede Kultur braucht eine eigene literarische Stimme. Download unter: crossingborders-stimmenafrikas.

Durchhalten

Vom

Fofo aus: ZEIT online, 7.4.2020

ZEIT online berichtete am 7. April unter anderem, dass die Wucht der Pandemie in Kamerun noch bevorstehe. “Das Gesundheitssystem ist mit Krankheiten wie Malaria ohnehin überlastet, eine Krankenversicherung gibt es nicht”. Die ‘tontines’ stehen nun auch vor großen Problemen. Das sind traditionelle Solidarvereine, in die Gemeinschaften für laufende Ausgaben, Geschäftsgründungen oder Krankheitsfälle einzelner Mitglieder einzahlen. ‘Wir stellen die tontines gerade auf elektronische Überweisungen um." Zum Beispiel per Handy. Der vollständige Artikel unter: www.zeit.de/2020/16/corona-krise-weltweit-angst-stillstand-ausnahmezustand/komplettansicht.

Afrika steht allein am Abgrund

Vom

So lautete am 4. April die Überschrift der Süddeutschen Zeitung online. In dem Artikel heißt es: “Auf Postern, Zetteln und per Internet werden Millionen Afrikaner gerade dazu aufgerufen, die Ausgangssperre zu beachten, doch bitte mindestens zwei Meter Abstand zu halten (...) und sich mindestens alle 20 Minuten die Hände zu waschen. Viele lesen die Nachrichten in den engen Gassen ihrer Slums oder in den kleinen Blechhütten, in denen sie zu sechst oder auch zu acht leben. Sie sehen die Poster auf dem Weg zu den wenigen Wasserhähnen, die es in ihren Slums gibt und vor denen sie in einer Schlange anstehen müssen. Sie denken sich, das ist doch ein Witz. Manche sagen es laut: Das ergibt keinen Sinn. Wir werden sterben wie die Fliegen.” Der vollständige Artikel unter: www.sueddeutsche.de/politik/coronavirus-afrika-1.4865591.

In Malawi zum Beispiel stehen 30 Intensivbetten für 18 Millionen EinwohnerInnen, in Kenia 100 für 50 Millionen, während das Auswärtige Amt Anfang April nur fünf Millionen Euro zur Unterstützung der WHO vorgesehen hat.

afrika süd Nr 1 / 2020

Vom

Cover afrika süd 1/2020

In dieser Ausgabe geht es um Demokratie und Menschenrechte in Südafrika, aber auch in Mosambik, um die Freiheit für Whistleblower und um das Festival der Hoffnung und Taten in Malawi. Natürlich auch um Corvid-19, denn der Virus ist mit Verzögerung auch in Afrika angekommen. Bis Mitte März waren die gemeldeten Infektionszahlen niedrig, doch die WHO warnt bei einem sprunghaften Anstieg vor dramatischen Folgen für die Menschen. Darüber berichtet die aktuelle Ausgabe in ihrem Beitrag “What lies ahead?” Siehe unter: what-lies-ahead. Weitere Informationen zu dieser Ausgabe unter: ausgaben/heft-1-2020/.

Mitglieder