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Veranstaltungen

Konferenz für eine Welt-Wirtschaft, in der wir leben wollen

| Franz Hitze Haus, Münster

Die schlechten Nachrichten über Krieg, Klimakrise, Sklaverei-ähnliche Arbeitsbedingungen und globale sowie soziale Ungleichheit sind kaum noch zu ertragen. Aber sie machen eins deutlicher wie nie zuvor: Wir müssen jetzt handeln und unser Welt-Wirtschaftssystem grundlegend ändern, um das Gemeinwohl aller Menschen – insbesondere im Globalen Süden – zu garantieren und die Belastbarkeitsgrenzen unseres Planeten nicht weiter zu überschreiten!

Bei der Konferenz für eine Welt-Wirtschaft, in der wir leben wollen möchten wir uns der Frage widmen, wie die Transformation aussehen muss, wenn sie sozial-ökologisch und global gerecht gestaltet werden soll.

In Vorträgen, Diskussionen und Workshops wollen wir uns mit der Suche nach der Zukunftsökonomie, Konsum- und Kulturwandel, aktuellen Transformationspolitiken sowie dekolonialen Perspektiven und Forderungen aus dem Globalen Süden auseinandersetzen.

Anmeldung hierbei erforderlich.

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Seminar: FIAN-Bildungsmethoden zu Menschenrechten in globalen Lieferketten

| Jugendherberge Bonn

Ob im Auto, Handy oder unseren Lebensmitteln: Viele der Rohstoffe, die den Weg in unseren Alltag finden, werden in den Ländern des Globalen Südens an- oder abgebaut. Verantwortung für menschenrechtliche Pflichten in den Lieferketten werden dabei häufig nicht wahrgenommen. Auch deutsche Unternehmen profitieren systematisch von fehlenden verbindlichen Abkommen zu Menschen- und Arbeitsrechten.

FIAN hat die Auswirkungen des deutschen Aluminiumbedarfs in einer Bauxit-Mine in Guinea unter die Lupe genommen. Es kommt zu Vertreibungen und anderen Menschenrechtsverletzungen. Durch Umweltschädigungen wird der lokalen Bevölkerung die Lebensgrundlage entzogen. Die neuen FIAN-Bildungsmethoden setzen sich zum Ziel, die verschiedenen Verantwortlichkeiten in der Wirtschaft und in der Politik nachvollziehbar zu machen.

Ein virtueller Actionbound und ein Rollenspiel erlauben es den Teilnehmenden, sich aus unterschiedlichen Perspektiven spielerisch der Problematik zu nähern. Neben der praktischen Anwendung der Methoden erwerben die Teilnehmenden Hintergrundwissen zu staatlicher Verantwortung beim Schutz der Menschenrechte. Anschließend wird die Weiterverwendung z.B. innerhalb eigener Veranstaltungen besprochen. Ziel des Workshops ist es die verschiedenen Methoden eigenständig mit einer Gruppe durchführen zu können.

Anmeldung notwendig.

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Der marktgerechte Mensch (Bonner FilmFair)

| WOKI-Kino

Von Engagement, Mut und Taten – davon handelt in diesem Jahr die Bonner Filmfair.

Am 28.10. wird dann der zweite Film gezeigt: Der marktgerechte Mensch, Regie: Leslie Franke und Herdolor Lorenz, von 2020

"Noch vor 20 Jahren waren in Deutschland knapp zwei Drittel in Vollzeit und sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Heute sind es nur noch 38%. Aktuell befindet sich bereits die Hälfte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in unsicheren Beschäftigungsverhältnissen, ohne in das System von Kranken-, Renten- und Arbeitslosensystem eingebunden zu sein. Neue Arbeitswelten mit neuen Arbeitsmodellen nutzen flexible Arbeitsverträge, Honorargeschäfte oder befristete Leiharbeit und unterlaufen so den Mindestlohn. Sie sind vor allem ein Vorteil für Arbeitgeber, die weniger festes Personal beschäftigen und weniger Steuern zahlen müssen. Für die Beschäftigten bleiben vor allem weniger soziale und finanzielle Sicherheiten. Der Film beleuchtet, welche Konsequenzen ein solches System für die Gesellschaft hat. Sachlich berichten die Betroffenen aus ihrem Leben und machen Fehlentwicklungen deutlich, die Ergebnis auch umstrittener politischer Entscheidungen oder politischer Untätigkeit sind. Doch welche anderen Möglichkeiten gibt es? Franke und Lorenz zeigen Beispiele aus dem Bereich der Gemeinwohlökonomie und Alternativen, wie aus einer Ellbogen-Gesellschaft eine solidarische Gemeinschaft entstehen kann."

Diskussionen im Anschluss mit Experten und Expertinnen und dem Publikum.

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Borga (Bonner FilmFair)

| WOKI-Kino

Von Engagement, Mut und Taten – davon handelt in diesem Jahr die Bonner Filmfair.

Am 29.10. wird dann der dritte Film gezeigt: Borga, Regie: York-Fabian Raabe, von 2021

"Der preisgekrönte Spielfilm erzählt das Leben der beiden Brüder Kojo und Kofi in der ghanaischen Hauptstadt Accra.  In ihrer von Armut geprägten Welt auf der Elektroschott-Müllhalde im Stadtteil Agbogbloshie träumen sie von einer besseren Zukunft. Kann die durch viele Erzählungen genährte Vorstellung von großem Reichtum im fernen Europa der Ausweg aus ihrer Misere sein? Während Kofi in Ghana bleibt, begibt sich Kojo auf den beschwerlichen Weg nach Deutschland mit dem Ziel, ein Borga zu werden, nämlich ein „reicher Onkel aus dem Ausland“. Dort stellt er schnell fest, dass Lebenstraum und Realität nicht einfach miteinander vereinbar sind. Statt mit offenen Armen empfangen zu werden, muss er sich immer wieder unter harten Bedingungen durchschlagen. Eine Rückkehr kommt nicht in Frage, und so muss Kojo einen Weg finden, sein Leben und seine Zukunft zu meistern. In seinem Spielfilmdebüt "Borga" widmet sich York-Fabian Raabe vor allem den Themen "Flucht" und "Arbeitsmigration" auf ganz neue Weise. – Und das Publikum begibt sich mit den beiden Brüdern auf eine Reise voller Höhen und Tiefen."

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Dear Future Children (Bonner FilmFair)

| WOKI-Kino

Von Engagement, Mut und Taten – davon handelt in diesem Jahr die Bonner Filmfair.

Am 30.10. wird dann der vierte Film gezeigt: Dear Future Children, Regie: Franz Böhm, von 2020

"Politiker und Wähler, Lehrer und Schüler, Eltern und Kinder, überhaupt jeder sollte diese aufrüttelnde Dokumentation sehen", urteilt die Süddeutsche Zeitung am 24.8. letzten Jahres. Mit Dear Future Children realisierte der Regisseur Franz Böhm einen hauptsächlich durch Crowdfunding finanzierten Film. In ihm geht es um drei Länder, drei Konflikte und drei Herausforderungen, die stellvertretend für ähnliche in der Welt stehen. Böhm porträtiert drei junge Frauen, die in Chile, Uganda und Hongkong für Demokratie und Aufklärung und gegen Gewalt und Machtmissbrauch und für ihre Zukunft in einer gerechten und friedvollen Welt kämpfen. Dabei ist er den Protagonistinnen so nahegekommen, dass das Publikum das Gefühl erhält, Teil ihrerDemonstrationen, Proteste und Kämpfe zu sein. Der Film gibt in einzigartiger Weise den Frauen Raum über ihre Herausforderungen, Motivationen und Beweggründen zu sprechen. Alle drei Frauen stehen stellvertretend für eine junge und in Teilen wütende Generation, die vor Ort beginnt, die Welt zu verändern. Alle drei haben Angst, dass es nicht reicht, was sie tun, aber Aufgeben ist keine Option für sie."

Diskussionen im Anschluss mit Experten und Expertinnen und dem Publikum.

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Rabiye Kurnaz gegen George Bush (Bonner FilmFair)

| WOKI-Kino

Von Engagement, Mut und Taten – davon handelt in diesem Jahr die Bonner Filmfair.

Am 31.10. wird dann der fünfte Film gezeigt: Rabiye Kurnaz gegen George Bush, Regie: Andreas Dresen, von 2022

"Nahe an der Realität ist Andreas Dresens neuster Spielfilm ein Film über Recht, politische Willkür und über Rabiye Kurnaz, eine liebende Mutter und Hausfrau aus Bremen. Unschuldig in Guatanamo, diesem hoffnungslosen Ort auf Kuba, inhaftiert und über Jahre heftigst gefoltert scheint jede Rettung für ihren Sohn Murat aussichtslos. Die türkischstämmige Frau kämpft oft verzweifelt um ihren Sohn und hat nebenbei ihre zwei kleinen Kinder und ihren schichtarbeitenden Mann zu versorgen. Gemeinsam mit dem Menschenrechtsanwalt Bernhard Docke überwindet sie mit großem Herz und ungeheurer Energie politische und juristische Hindernisse in Bremen und Berlin, in der Türkei und in den USA. Dort klagt sie schließlich vor dem Supreme Court in Washington gegen den amerikanischen Präsidenten Georg Bush – und gewinnt! Am Ende von fünf langen und harten Jahren. "Der Film zeigt, dass wir uns gegen die Verhältnisse wehren können. Wir sind nicht Objekte der Geschichte und der politischen Verhältnisse, sondern Subjekte", betont der Regisseur Dresen. Dass im Laufe der Dreharbeiten herauskommt, dass die Bundesregierung es nach einem Jahr Inhaftierung abgelehnt hat, Murat zurückzuholen, ist nur eine der bitteren Wahrheiten am Ende des Films."

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Crescendo (Bonner FilmFair)

| WOKI-Kino

Von Engagement, Mut und Taten – davon handelt in diesem Jahr die Bonner Filmfair.

Am 1.11. wird dann der sechste Film gezeigt: Crescendo, Regie: Dror Zahavi, von 2019

"Der renommierte deutschen Dirigent Sprock wird dafür gewonnen, anlässlich einer Friedenskonferenz in Südtirol ein Jugendorchester aus palästinensischen und israelischen MusikerInnen zu bilden. Konzertanter Höhepunkt dabei ist die Aufführung der Symphonie Nr. 9, Aus der Neuen Welt, von Antonín Dvorák. Allein beim Vorspielen blitzen die Konflikte und Feindschaften zwischen den beiden Gruppen bereits auf und spitzen sich im Verlauf der Proben in Südtirol weiter zu. Um das Vorhaben, das stellvertretend für das Ringen um den gesamten Friedensprozess in Nahost steht, nicht scheitern zu lassen, ist nicht nur das musikalische, sondern auch emotionale Geschick des Dirigenten gefragt. Dror Zahavi gelingt es mit seinem Film, Musik als die miteinander verbindende Kraft zur Geltung zu bringen, um dem Motto des Films „Grenzen sind dazu da, überwunden zu werden – durch Zuhören, Reden und Aufeinander zugehen – und natürlich durch die Kraft der Musik“ gerecht zu werden. Spannung im Film verleiht auch die Ungewissheit, wie die israelischen mit den palästinensischen Musikerinnen und Musikern umgehen und umgekehrt, denn verschiedene von ihnen werden von Laien gespielt."

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Epilog – Der Waldmacher (Bonner FilmFair)

| WOKI-Kino

Von Engagement, Mut und Taten – davon handelt in diesem Jahr die Bonner Filmfair.

Am 2.11. wird dann der siebte und somit auch letzte Film gezeigt: Epilog – Der Waldmacher, Regie: Volker Schlöndorf, von 2021

"In seinem zweiten Dokumentarfilm porträtiert Volker Schlöndorff den australischen Agrarwissenschaftler Tony Rinaudo, welcher 1981 in den Niger kommt, um die wachsende Ausbreitung der Wüsten und das Elend der Bevölkerung zu bekämpfen. Radikale Rodungen haben das Land veröden lassen und einst fruchtbare Böden ausgelaugt. Rinaudos Versuche, die Wüste durch das Pflanzen von Bäumen aufzuhalten, scheitern. Eher zufällig kommt er auf die Idee, die noch lebenden Baumstümpfe und Wurzeln zu aktivieren – eine Entdeckung, die eine beispiellose Begrünungsaktion zur Folge hat und seitdem Tausenden von Bauern in Afrika neue Hoffnung schenkt. Die von Tony Rinaudo immer weiter verfeinerte Methode ist heute weltweit als „Farmer Managed Natural Regeneration“ (FMNR) bekannt. Sie belebt nicht nur die Böden und lässt Bäume wachsen, sondern gibt den Menschen ihre Würde und Hoffnung zurück und stärkt ihre Entschlossenheit, ihre Region weiter zu entwickeln. So schreibt der Filmproduzent zero one völlig zu Recht: „Der Film zeigt gewöhnliche Menschen, die außergewöhnliche Dinge tun und lehrt uns den Wert von Gemeinschaft, von Selbstermächtigung und von Hoffnung“. Nach mehr als 30 Jahren in der Sahelzone wurde Tony Rinaudo 2018 mit dem alternativen Nobelpreis, den Right Livelihood Award, für sein Lebenswerk ausgezeichnet."

Diskussionen im Anschluss mit Experten und Expertinnen und dem Publikum.

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