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Nachrichten rund um Tipps, Neuigkeiten und Mitmachen. Nicht nur vom Bonner Netzwerk.

Neue Rahmenvereinbarung Globales Lernen im Ganztag

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Eine am 5. Mai 2026 im nordrhein-westfälischen Landtag unterzeichnete Rahmenvereinbarung verankert die Förderung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und Globalem Lernen als festen Bestandteil schulischer Ganztagsangebote. ​ Ziel ist es, Kinder und Jugendliche zu befähigen, globale Herausforderungen zu reflektieren und aktiv an nachhaltigen Entwicklungsprozessen teilzunehmen.

Partner der Rahmenvereinbarung sind das Eine Welt Netz NRW als Landesnetzwerk vieler Bildungsträger des Globalen Lernens sowie das Umweltministerium, das Bildungsministerium sowie das Ministerium für Kinder und Jugend des Landes Nordrhein-Westfalen.

„Junge Menschen gestalten aktiv die Zukunft unseres Landes. Wir wollen sie dabei unterstützen, ihren eigenen Weg zu finden und Verantwortung zu übernehmen. Bildung für nachhaltige Entwicklung zeigt, wo sie selbst etwas bewegen können für mehr globale Gerechtigkeit, für Klima- und Umweltschutz und für ein gutes Zusammenleben. Mit dieser Vereinbarung schaffen wir dafür eine verlässliche Grundlage“, sagte Umweltminister Oliver Krischer anlässlich der Unterzeichnung.

Monika Dülge, Geschäftsführerin des Eine Welt Netz NRW, betont: „Es ist ein großer Erfolg, dass diese Rahmenvereinbarung nun unterzeichnet werden kann. Dem voraus ging eine sehr sorgfältige Vorbereitung seitens der drei Landesministerien und den zivilgesellschaftlichen Anbietern von innovativen Bildungsprojekten. Ich bin mir sicher, dass das Ergebnis eine große Wirkung zeigen wird. Denn wer erkennt, dass man etwas verändern kann, der verzweifelt nicht.“ Monika Dülge verweist in diesem Sinne auf ein Motto, das Erich Kästner zugeschrieben wird: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“

Angebote im Rahmen des Globalen Lernens sollen Wissen, Fähigkeiten und Selbstwirksamkeit fördern, um globale und lokale Herausforderungen wie Klimawandel und soziale Ungerechtigkeiten zu bewältigen. ​Die Vereinbarung bietet einen Rahmen für die Zusammenarbeit zwischen den Partnern und bezieht sich auf rechtliche Grundlagen wie das Ganztagsförderungsgesetz und verschiedene Erlasse. ​Sie umfasst sowohl Primarstufe als auch Sekundarstufe I.​ Ziel ist die regelmäßige Durchführung außerunterrichtlicher Angebote, die Partizipation und Interessen der Kinder und Jugendlichen fördern. ​

Die Angebote werden von qualifizierten Fachkräften des Eine Welt Netz NRW und seiner Mitgliedsorganisationen durchgeführt. Die Zusammenarbeit vor Ort erfolgt zwischen Schulen, Schulträgern und außerschulischen Partnern. ​ In der Rahmenvereinbarung verpflichten die Partner sich zur kontinuierlichen Qualitätsentwicklung und Evaluation der Angebote.

Die vollständige Rahmenvereinbarung finden Sie im untenstehenden PDF-Dokument oder hier online.

© Bild: Mark Hermenau; Text: Klaas Friemel Janowsky

Die globale Nachhaltigkeitsagenda in der Defensive: Optionen fĂĽr eine Beyond 2030 Agenda

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Zehn Jahre nach ihrer Verabschiedung geraten die Agenda 2030 und die globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) zunehmend in die Defensive. Während weltweit Armut, Hunger und Ungleichheit wieder zunehmen, die Klimakrise eskaliert und gewaltsame Konflikte Rekordhöhen erreichen, werden die öffentliche und politische Debatte von geopolitischen Krisen, gesellschaftlichem Rechtsruck und sicherheitspolitischen Interessen dominiert. Gleichzeitig wächst die Ablehnung oder Ignoranz gegenüber der globalen Nachhaltigkeitsagenda und der Entwicklungsdiskurs zwischen Globalem Norden und Süden driftet zunehmend auseinander.

Dieses Briefing analysiert die politischen und strukturellen Ursachen der mangelnden Fortschritte bei der Umsetzung der SDGs und diskutiert verschiedene Optionen für eine wirkungsvolle „Beyond 2030 Agenda“, von Fragen der Entwicklungsfinanzierung und internationalen Kooperation bis hin zu einer grundsätzlichen Debatte über das bisherige Verständnis von Entwicklungspolitik.

Diese untenstehende Publikation ist die letzte Veröffentlichung des ehemaligen Direktors Jens Martens und erscheint in dankbarer Erinnerung an sein langjähriges Engagement für globale Gerechtigkeit und nachhaltige Entwicklung.

Kinderrechtewochen: Jetzt Projektförderung beantragen

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Anlässlich der Kinder- und Jugendrechtewoche vom 14. September 2026 bis zum Weltkindertag am 20. September 2026 ruft die Stadt Bonn gemeinsam mit dem Förderverein der Sparkasse Köln-Bonn Einrichtungen, Vereine und Initiativen dazu auf, kreative Projekte und Aktionen rund um die Rechte von Kindern und Jugendlichen umzusetzen.

Zur UnterstĂĽtzung dieses Engagements werden Fördermittel in Höhe von bis zu 250 Euro pro Projekt bereitgestellt. In Summe engagiert sich der Förderverein der Sparkasse Köln-Bonn mit 10.000 Euro bei diesem Projekt.  Ziel ist es, die Kinder- und Jugendrechte sichtbarer zu machen, Beteiligung zu fördern und Kindern und Jugendlichen eine Stimme zu geben.

Gefördert werden unterschiedliche Formate – von Workshops und Mitmachaktionen über Ausflüge bis hin zu Materialanschaffungen. Bewerben können sich Einrichtungen, Vereine und Initiativen aus der Kinder- und Jugendarbeit.

Interessierte können ihre Projektideen bis zum 28. Juni 2026 einreichen. Weitere Informationen zur Antragstellung gibt es unter www.bonn.de/weltkindertag.

Bonner Zukunftsbus gibt Tipps zur Klimaanpassung

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Die Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen und SWB Bus und Bahn haben am Montag, 18. Mai, gemeinsam den Bonner Zukunftsbus vorgestellt. Der neu gestaltete Elektrobus wird ab sofort im Linienbetrieb unterwegs sein und Fahrgästen Tipps zur Klimaanpassung geben. Die Idee sowie das inhaltliche Konzept stammen von der Stiftung, die in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feiert und greifen die Themen der Wanderausstellung „Klima im Wandel“ auf.

„Klimaschutz und Klimaanpassung sind zwei echte Zukunftsthemen, die Hand in Hand gehen“, erklärt Dr. Gregor Kaiser, Mitglied des Landtags NRW und Mitglied im Stiftungsrat der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen. „Wir freuen uns deshalb sehr, dass wir gemeinsam mit SWB Bus und Bahn als Kooperationspartner die Möglichkeit haben, diese Themen mit dem Zukunftsbus stärker in den Fokus der Bürgerinnen und Bürger zu rücken. Der Bonner Zukunftsbus zeigt den Fahrgästen wie Klimaanpassung die Lebensqualität verbessert und ermutigt mit alltagsnahen Tipps, sich aktiv mit dem Thema zu beschäftigen und sich darüber auszutauschen – bestenfalls direkt mit dem Sitznachbarn“, so Kaiser weiter.

„Klimaangepasste Städte brauchen nachhaltige und klimafreundliche Mobilitätskonzepte“, erklärt Georg Bechthold, stellv. Bereichsleiter Kommunikation und Marketing der Stadtwerke Bonn: „Die Kooperation mit der Stiftung Umwelt und Entwicklung zum Zukunftsbus liegt uns besonders am Herzen, weil sie seit 25 Jahren in Bonn für ganz NRW wirkungsvoll agiert.“

Wie notwendig Klimaanpassungsmaßnahmen sind, bestätigt Elke Reichert, Präsidentin des Landesamts für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen, LANUK) mit aktuellen Zahlen aus dem NRW-Klimaatlas: „Die neueste Klimaanalyse zeigt, dass etwa 7,5 Millionen Menschen, also knapp 42 Prozent der gesamten Landesbevölkerung, in NRW in Bereichen leben, die aus stadtklimatischer Sicht einen dringenden Handlungs- und Sanierungsbedarf aufweisen. Hier ist die gesundheitliche Belastung durch eine Zunahme an Hitzetagen, insbesondere für Kinder, ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen, besonders hoch. Daher ist es wichtig, über Klimaanpassungsmaßnahmen zu informieren, damit sie in den Kommunen umgesetzt werden und auch im direkten Alltag von den Menschen in der Stadt gelebt werden. Zum Beispiel durch Entsiegelung und Begrünung der Städte, durch nachhaltige Mobilitätskonzepte und ein klimaangepasstes Verhalten im Alltag. Der Bonner Zukunftsbus sensibilisiert genau dafür“, so Reichert.

Die Daten aus dem NRW-Klimaatlas, aber auch die Ideen der BĂĽrgerinnen und BĂĽrger, sind auch in das integrierte Klimaanpassungskonzept der Bundesstadt Bonn mit eingeflossen. Dieses bĂĽndelt 26 kurz-, mittel- oder langfristig umzusetzende MaĂźnahmen in einem Katalog und bildet den Fahrplan fĂĽr ein klimaangepasstes Bonn.

© Bild: SWB / Martin Magunia

Kleinprojektförderung zur Umsetzung regionaler Entwicklungsstrategien

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Über das Förderinstrument „Kleinprojekte zur Umsetzung regionaler Entwicklungsstrategien“ unterstützt die LAG Voreifel im ländlichen Einzugsgebiet kleinere Projekte mit Gesamtausgaben bis zu 20.000 Euro. Die nächste Bewerbungsfrist endet zum 21.06.2026.

Die Förderung beträgt bis zu 80 % der Gesamtkosten und wird im Erstattungsprinzip ausgezahlt. Förderfähig sind ausschließlich Vorhaben in der LEADER Region „Voreifel die Bäche der Swist“; dazu gehören die Kommunen Meckenheim, Rheinbach, Swisttal und Wachtberg sowie Flamersheim, Kirchheim, Palmersheim und Schweinheim der Stadt Euskirchen.

Alle Informationen zur Antragstellung finden Sie hier.

Neuer weiter_wirken-Lehrgang: jetzt bewerben!

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Wissen und Werkzeuge fĂĽr Nachhaltigkeitsprojekte

Das kostenfreie Weiterbildungs- und Vernetzungsprogramm weiter_wirken startet im September in eine neue Runde. Es richtet sich speziell an haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende aus Nachhaltigkeits- und Eine-Welt-Projekten in Nordrhein-Westfalen. Im Zentrum der Weiterbildung steht die Frage, wie wir Menschen darin unterstützen können vom Denken ins Handeln zu kommen und so aktiv zur sozial-ökologischen Transformation beizutragen. Das Programm wird von der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen in Kooperation mit dem Wandelwerk e.V. durchgeführt.

Ziel der Weiterbildung ist es, die Wirksamkeit von nachhaltigkeitsorientierten Projekten und Kampagnen zu erhöhen. Das Programm stellt Modelle und Werkzeuge aus der psychologischen Forschung zur Förderung nachhaltiger Verhaltensweisen und gesellschaftlicher Transformationsprozesse vor, welche die Teilnehmenden im Lauf der Weiterbildung auf ein eigenes Praxisprojekt anwenden. Für die bestmögliche Anwendbarkeit sollte sich das Projekt in der Konzeptionsphase oder zu Beginn der Umsetzung befinden. Außerdem vermittelt die Ausbildung Methoden und Tipps zum besseren Verständnis der eigenen Zielgruppe sowie zum wirkungsorientierten Aufbau von Projekten. Neben Expert*innenvorträgen und praxisnahen Beispielen stehen der interaktive Austausch und die Arbeit an einem eigenen Praxisprojekt im Fokus.

Alle Informationen zu Terminen und Bewerbungsverfahren hier.

Datenblatt Entwicklungspolitik I-2026 erschienen

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Das zweimal jährlich vom Welthaus Bielefeld herausgegebene "Datenblatt Entwicklungspolitik" macht neueste statistische Daten (veröffentlicht überwiegend von den UN und ihren Unterorganisationen) über weltweite Entwicklungen auf übersichtliche Weise verfügbar.

Aktualisiert in dieser Ausgabe gegenĂĽber II-2025 sind u.a. Angaben zur Lebenserwartung, zur Bildung, zu den RĂĽstungsausgaben und zur Entwicklungszusammen-arbeit. Der Bezugsrahmen fĂĽr alle statistischen Angaben sind seit Herbst 2015 die nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) der Vereinten Nationen.

Das aktuelle Datenblatt finden Sie in der untenstehenden PDF-Datei oder online hier.

Sie können die jeweils neueste Fassung des Datenblatts auch als Newsletter abonnieren. Bitte schreiben Sie hierzu an bildung[at]welthaus.de

Selbst-Empowerment mit den Inner Development Goals. Ein Bildungsurlaub für persönliche und gesellschaftliche Wirksamkeit

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Wie finden Sie Ihr persönliches Gleichgewicht aus Mut, Ausdauer und Empathie, um sich mit innerer Kraft für gesellschaftliche und ökologische Veränderungen einzusetzen – ohne dabei auszubrennen oder sich ohnmächtig zu fühlen?

Dieses viertägige Seminar des WILA Bildungszentrums lädt Sie dazu ein, innezuhalten, zu reflektieren und sich neu auszurichten. Gemeinsam erforschen wir, was Sie motiviert, was Sie möglicherweise hemmt, und wie Sie Ihre Gestaltungskraft stärken können – als Einzelperson, in einer Gruppe oder Organisation.

Im Mittelpunkt steht die Arbeit mit den Inner Development Goals (IDGs) – einem internationalen, noch jungen Konzept, das die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) erweitert. Die IDGs beschreiben fünf Entwicklungsfelder, in denen persönliche Kompetenzen wachsen können, um gesellschaftlichen Wandel wirksam zu gestalten.

Im Seminar erleben Sie praktische Übungen, Selbsterforschung und kollegialen Austausch. Methoden der humanistischen Psychologie – etwa aus dem Focusing und der Gestaltarbeit – begleiten den Prozess. Damit fördern Sie Achtsamkeit, Klarheit und Selbstvertrauen als Grundlage nachhaltigen Engagements.

Zentrale Fragen des Seminars:

  • Welche Fähigkeiten und Haltungen tragen mich in meinem Engagement?
  • Wo im Lern- und Veränderungsprozess lohnt sich besondere Aufmerksamkeit?
  • Welche Form des Engagements und welche Rolle passen wirklich zu mir?

Zielgruppe:
Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in schulischer und außerschulischer Bildung sowie Menschen, die sich gesellschaftlich engagieren oder dies künftig tun möchten.

Alle weiteren Informationen zu Anmeldung und Finanzierung finden Sie hier.

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